Archiv für August 2008

Erfolgreicher antirassistischer Aktionstag in Neuss

Am Samstag, dem 30. August 2008, wurde im Rahmen der internationalen Kampagne „Tag ohne Abschiebung“ auch vor dem bundesweit einzigen Frauenabschiebeknast auf der Grünstraße in Neuss demonstriert. Mindestens 250 Menschen setzten im Laufe des von 15 bis 24 Uhr andauernden Aktionstages ein deutliches Zeichen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus. Sie erwartete ein buntes Programm, das u. a. Redebeiträge, eine Ausstellung, Live-Musik und einen Kabarett-Auftritt umfasste. Im Zuge parallel stattfindender dezentraler Aktionen wurden auch die BesucherInnen des Neusser Schützenfestes über die Situation der in Neuss unter inakzeptablen Bedingungen inhaftierten Frauen sowie die menschenverachtende Flüchtlingspolitik, die allein an den EU-Außengrenzen 2007 etwa 2000 Todesopfer forderte, informiert.
Der Aktionstag verlief in einer entspannten, aber kämpferischen, von Solidarität mit Flüchtlingen überall auf der Welt geprägten Atmosphäre. Die InitiatorInnen werten die Veranstaltung als Erfolg und kündigen an, dass sie nicht die letzte dieser Art in Neuss bleiben wird.

Neuss: Antirassistischer Aktionstag am 30. August 2008

Antirassistischer Aktionstag in Neuss am 30. August 2008

Am Samstag, dem 30. August 2008, werden im deutschsprachigen Raum vielerorts unter dem Motto „Tag ohne Abschiebung“ dezentrale Aktionen stattfinden.
Das Ziel besteht darin, durch Demonstrationen, Blockaden, Ämterbesuche und Formen kreativen Protestes Sand ins Getriebe des menschenverachtenden Abschiebeapparates zu streuen und den Blick auf die rassistischen Schikanen und Angriffe von Behörden, Polizei und Neonazis zu lenken.

Der Aktionstag reiht sich ein in die Kämpfe gegen die paramilitärische Abschottung der Festung Europa, an deren Außengrenzen allein im Jahr 2007 knapp 2000 Flüchtlinge ihr Leben ließen. Sie richtet sich gegen den rassistischen Normalzustand, in dem verzweifelte und schutzbedürftige Menschen kriminalisiert, gejagt, bis zu 18 Monate lang in Abschiebehaft gehalten und häufig in den sicheren Tod deportiert werden.

Der 30. August wurde als symbolisches Datum für die inhumane Migrationspolitik der BRD gewählt. So starb etwa am 30. August 1999 der Abschiebehäftling Rachid Sbaai in einer Arrestzelle der JVA Büren qualvoll an einer Rauchvergiftung.

Auch in Neuss besteht die Möglichkeit, am 30. August 2008 ein Zeichen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus zu setzen und sich mit den Opfern des Abschiebesystems solidarisch zu erklären. In der BRD gibt es wenige Orte, die dazu geeigneter wären als die Neusser Grünstraße, wo seit 1993 der bundesweit einzige Abschiebeknast für Frauen betrieben wird.

Im Rahmen eines Aktionstages wollen wir daher von 15:00 bis 00:00 Uhr unmittelbar vor dem Abschiebeknast auf die Situation von MigrantInnen aufmerksam machen. Das Angebot wird von Menschen und Gruppen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Zusammenhängen gestaltet und umfasst u. a. Vorträge, Live-Musik und subversive Spiele.

Macht den 30. August 2008 zum Tag ohne Abschiebung! Kommt zum Neusser Abschiebeknast und setzt ein Zeichen gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus!

Aktualisierte Informationen findet Ihr unter:

www.toaneuss.blogsport.de




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