++Oberster Gerichtshof lehnt neues Verfahren ab++Staatsanwaltschaft will die Hinrichtung++

Mumias Anwalt Robert R. Bryan dazu:
„Wir waren überrascht und enttäuscht. Überrascht deshalb, weil wir im März 2008 zumindest das Minderheitsvotum des Bundesrichter Ambro gegen seine beiden Richterkollegen hatten. Dieser konservative weiße Richter war entsetzt über das rassistische Verhalten der Staatsanwaltschaft von Philadelphia und hat deshalb in der Entscheidung vom 27. März 2008 klar gesagt, daß meinem Mandanten eigentlich ein neues Verfahren gewährt werden müsse, weil der gezielte Ausschluß von Geschworenen wegen ihrer Hautfarbe einen Verfassungsverstoß darstelle. Wir hatten erwartet, daß sich der Oberste Gerichtshof auf der Basis seiner eigenen Rechtsprechung aus dem Jahre 1986 im Fall Batson gegen den Bundesstaat Kentucky der Meinung des Bundesrichters anschließen muß.“
„Die Lage für Mumia ist sehr, sehr ernst“
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Mumia Abu-Jamal: Seit 1981 politischer Gefangener in den USA. Mit gefälschten Beweisen wurde er als vermeintlicher Polizistenmörder zum Tode verurteilt. Eine weltweite Unterstützer_innenbewegung verhinderte (1995 und 1999) bis heute die Hinrichtung. Seit vielen Jahren versucht er, mit Hilfe eines neuen Verfahrens, frei zu kommen.
Wir setzen uns für Mumias bedingungslose Freiheit ein. Mumia sitzt nicht im Todestrakt, weil ihm irgendein Verbrechen bewiesen wäre. Er sitzt da, weil er schon immer als Journalist kompromisslos gegen Rassismus, Polizeigewalt, Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung gekämpft hat – seit 1982 mit der Schreibmaschine und dem Telefonhörer aus der Todeszelle…
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