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Kein Platz für Rassisten – auch nicht in Dormagen!

Für den 8. bis 10. Mai 2009 laden die selbsternannten Bürgerbewegungen „pro NRW/pro Köln“ extrem rechte und rechtspopulistische Gruppierungen aus ganz Europa u.a. nach Köln, Dormagen und Leverkusen ein. Die Veranstaltung ist eine Neuauflage des im September 2008 in Köln am breiten antifaschistischen Widerstand gescheiterten „Anti-Islamisierungs-Kongresses“. Erneut wird „pro NRW“ versuchen, unter dem Deckmantel der Islamkritik ihre rassistische Hetze zu verbreiten.
„Pro NRW“ geht auf eine Initiative der „Bürgerbewegung pro Köln e. V.“ (pro Köln) zurück, die ihrerseits aus der neofaschistischen Sammlungsbewegung „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ (DLVH) hervorgegangen ist. Nahezu das gesamte Führungspersonal von „pro Köln/pro NRW“ kann auf langjährige „Karrieren“ in rechten Organisationen wie der NPD, der DVU und den „Republikanern“ zurückblicken. Trotzdem möchte die Organisation als harmlose Bürgerinitiative, die sich um die Probleme des „kleinen Mannes“ kümmert, wahrgenommen werden. Tatsächlich handelt es sich bei „pro Köln/pro NRW“ jedoch um eine zentral gesteuerte rechtspopulistische Partei.

Im Rahmen des erneuten „Kongresses“ ruft „pro“ für den 8. Mai 2009 auch zu einer Kundgebung in Dormagen auf. Der Veranstaltungsort ist nicht zufällig gewählt, denn Dormagen bildet einen der Schwerpunkte ihres diesjährigen Kommunalwahlkampfes. So strebt „pro NRW“ laut dem Nievenheimer Daniel Schöppe (Vorsitzender im Rhein-Kreis Neuss) den “Einzug in Fraktionsstärke in den nächsten Dormagener Stadtrat […]“ an. Auch Schöppe war zu Beginn der 90er Jahre in der „DLVH“ aktiv und wechselte dann zu den „Republikanern“.

Eine besondere Provokation stellt das Datum der Dormagener Veranstaltung dar: Am 8. Mai 2009 jährt sich zum 64. Mal der Tag, an dem der Nazi-Militärapparat seinen verbrecherischen Krieg beenden musste und kapitulierte. Seitdem gilt der 8. Mai bei AntifaschistInnen weltweit als Tag der Befreiung. Eine rassistische Kundgebung gerade an diesem Tag abzuhalten, ist eine massive Missachtung der Opfer des Nazi-Regimes.

Deshalb sollten möglichst viele AntifaschistInnen der Einladung von „pro Köln/pro NRW“ Folge leisten und ab 16 Uhr vor dem Dormagener Rathaus an der Veranstaltung teilnehmen. Geben wir ihnen einen Vorgeschmack darauf, was sie am folgenden Tag in Köln erwartet. Begeben wir uns in möglichst unauffälliger Kleidung durch die Absperrungen auf den Veranstaltungsort. Lassen wir den nächsten „Anti-Islamisierungs-Kongress“ platzen!

Alternativ findet auf dem Marktplatz in Dormagen eine Protestkundgebung des Dormagener „Bündnisses gegen Rassismus“ statt.

Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

8. Mai 2009/ 16:00 Uhr/ Dormagen, Rathausplatz

Lokalpresse:

8. Mai: Demonstrationen in Dormagen [NGZ]
Die City wird abgesperrt [NGZ]
Bündnis gegen Rassismus auf dem Marktplatz [Dormago]

Weitere Infos:

Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen!

Artikel & Hintergrund zum „Anti-Islamisierungs-Kongress 2009“


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