Nachdem die extrem rechte Partei „pro NRW“ im September vergangenen Jahres bei der Ausrichtung ihres „Anti-Islamisierungs-Kongresses“ am breiten antifaschistischen Widerstand kläglich gescheitert war, versucht sie sich dieses Wochenende an einer Neuauflage. Hierbei suchte sie heute, am 8. Mai 2009, auf einer ihrer ersten Propagandastationen Dormagen heim. Trotz monatelanger Vorbereitungszeit fanden sich kaum fünfzig Rechte auf dem Platz vor dem Dormagener Rathaus ein. Ihre rassistische Hetze verhallte wirkungslos, da der gesamte Kundgebungsort von mehr als 200 AntifaschistInnen umgeben war. Lautstark artikulierten diese ihren Protest gegen die rechte Propagandaveranstaltung, die eine umso größere Provokation darstellte, als sie am 64. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus stattfand.
Trotz der ebenso willkürlichen wie rechtswidrigen Absperrung des Kundgebungsplatzes durch die Polizei gelang es einer Reihe von GegendemonstrantInnen, die spärlich besuchte Veranstaltung vor Ort ad absurdum zu führen.
Die Gegenaktivitäten hätten noch effektiver gestaltet werden können, wenn das „Dormagener Bündnis gegen Rechts“ ebenfalls zu direkten Protesten aufgerufen hätte. Stattdessen veranstaltete das Bündnis ein „Fest“ fernab des eigentlichen Geschehens und spaltete so den Protest.
Wir rufen dazu auf, sich am weiteren Widerstand gegen den „Anti-Islamisierungs-Kongress“ zu beteiligen und auch darüber hinaus jeglicher Form extrem rechter Betätigung entschlossen entgegenzutreten.





