Mord an einem Neusser Obdachlosen erweist sich als rassistisch motiviert

Ende März 2011 wurde das Neusser TÜV-Gelände Schauplatz eines brutalen Mordes: Zwei Männer im Alter von 18 und 38 Jahren prügelten einen schlafenden Obdachlosen zu Tode. Als Tatmotiv gab die Staatsanwaltschaft Habgier an. So habe das 59-jährige Opfer „als Flaschensammler immer erhebliche Mengen Bargeld verdient“, was nicht recht zum Umfang der Beute passen wollte, die laut derselben Stellungnahme aus ein „bisschen Kleingeld und eine(r) Baseballmütze“ bestand. Zum Prozessauftakt gegen die beiden Tatbeteiligten stellte sich nun heraus, dass der Mord wohl nicht zuletzt rassistisch motiviert war. Offenbar störte sich insbesondere Dennis E., der jüngere der beiden Schläger, an der vietnamesischen Herkunft des Obdachlosen. Vor Gericht bekannte er sich zu Kontakten in die Neonazi- und Hooligan-Szene, berichtete von zwei Hakenkreuz-Tätowierungen auf seiner Brust und sprach von MigrantInnen als „Kanacken“. Nähere Angaben zu den Tathintergründen kündigten E. und sein Komplize für den nächsten Prozesstag am 17. November 2011 in Düsseldorf an.

NGZ-Artikel vom 27. März 2011 zum Mord

NGZ-Artikel vom 7. November 2011 zum Prozessauftakt

ERGÄNZUNG:

2. Prozesstag nach Mord an Obdachlosem

Presseschau: Neonazi gesteht Mord an Obdachlosem





Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: