9.2.: Kein Platz für rechte Schläger in Düsseldorf-Eller und überall!

KOMMT AM 9. FEBRUAR 2019 ZUR DEMONSTRATION NACH DÜSSELDORF-ELLER!

BEGINN DER AUFTAKTKUNDGEBUNG: 13 UHR, GERTRUDISPLATZ
(Anfahrt über S-Bahnhof oder U-Bahn-Haltestelle der U75 Eller-Mitte)

Die extreme Rechte in Düsseldorf ist aktiver geworden, organisiert
sich neu und tritt zunehmend offen und auch gewalttätig auf.

Seit Mitte 2018 versucht die sogenannte „Bruderschaft Deutschland“, sich
über Düsseldorf-Garath hinaus auch in Eller breit zu machen.
In unregelmäßigen Abständen laufen bis zu 40 Mitglieder und Anhänger dieser
Gruppe im Pulk durch den Stadtteil. Die „Bruderschaft“ versteht sich als
eine Art selbst ernannte völkische Bürgerwehr, die mit ihren
„Patrouillen“ angeblich für „Ruhe und Ordnung“ sorgen will. Tatsächlich
ist sie aber ein gewalttätiger Zusammenschluss aus rechten Hooligans,
altbekannten Neonazis und Stammtischhetzern.

Das zeigte sich erst vor kurzem wieder: Für den 17. November 2018 hatten
die sogenannten „Patrioten NRW“ zu einer Demonstration am Landtag
aufgerufen. Die allermeisten Teilnehmenden kamen wie erwartet aus dem
extrem rechten Spektrum, darunter auch viele aus Düsseldorf. Schon kurz
nach Beginn des Demonstrationszuges durchbrachen rechte Hooligans
teilweise bewaffnet die Kette der Polizei und griffen Menschen an, die
am Straßenrand mit Plakaten und Rufen gegen den rechten Aufmarsch
protestierten. Ein aus den Reihen der Rechten auf die Protestierenden
geworfenes Messer verfehlte nur knapp sein Ziel. Mehrere Menschen wurden
bei dem Angriff der Schläger verletzt. Bei einem der Angreifer handelt
es sich um den federführenden Kopf der „Bruderschaft Deutschland“:
Ralf Nieland aus Eller griff eine Person von hinten an und schlug ihr
mehrfach auf den Kopf, so dass sie im Krankenhaus behandelt werden
musste. Mindestens ein weiterer Täter, der einen anderen
Gegendemonstranten zu Boden schlug, kommt ebenfalls aus den Reihen der „Bruderschaft“.

Mit Angriffen wie diesen, aber auch mit ihren „Patrouillen“ in Eller,
versucht die „Bruderschaft Deutschland“ Menschen einzuschüchtern,
die sich gegen extrem rechte Umtriebe wehren oder die nicht in ihr
völkisches Weltbild passen. Wie ähnliche Gruppen in anderen Städten in
NRW auch, geht sie dabei äußerst brutal vor. Zugleich beteiligt sie sich
an der übelsten Hetze gegen Geflüchtete und versucht mit ihren Parolen
und mit ihrem Auftreten im Stadtteil Angsträume zu schaffen.
Ein immer größer werdender Teil dieser selbsternannten
„Abendland-Retter“ hat inzwischen mit der rassistisch-nationalistischen
AfD ein politisches Sprachrohr in den Parlamenten gefunden. In
Stammtisch-Runden oder alltäglichen Situationen spiegeln sich ähnliche
Haltungen wider – in der Nachbarschaft oder auf der Straße. Auch in
Düsseldorf. Die Gewalt, die von der „Bruderschaft Deutschland“ ausgeht,
ist Teil und brutaler Ausdruck dieser Haltungen, die nicht
unwidersprochen bleiben können.

Die Situation, wie wir sie jetzt erleben, hat ihre Vorzeichen gehabt.
Schon seit 2015 ist zu beobachten, dass sich die extreme Rechte in
Düsseldorf wieder stärker organisiert. Sie ist deutlich aktiver
geworden, auch außerhalb von Düsseldorf ist sie regelmäßig auf rechten
Demonstrationen und Kundgebungen anzutreffen. Zugleich hat rechte und
rassistische Gewalt in Düsseldorf zugenommen.

Sorgen wir gemeinsam dafür, dass sich Neonazis, Hools und Rassist_innen
zurückziehen, und schützen wir diejenigen, die von ihnen bedroht werden.
Dafür wollen wir – für Eller, aber auch insgesamt – am 9. Februar 2019
ein deutliches Zeichen setzen und mit vielen Menschen auf die Straße
gehen. Wir werden den Rechten keinen einzigen Stadtteil, keine einzige
Kneipe und auch sonst keinen öffentlichen Raum überlassen!

Bündnis gegen Rechts für den 9. Februar 2019





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