Deutsche Dichter

Grevenbroich . In der aktuellen Ausgabe der neofaschistischen Zeitschrift «Nation & Europa» rezensiert der ehemalige Neusser NPD-Funktionär Manfred Müller ein Buch von Guido Karutz, das im Grevenbroicher «Bernardus-Verlag» erschienen ist. Karutz, Germanist und evangelischer Theologe mit einer langjährigen Erfahrung aus gymnasialer Lehrtätigkeit, Lehrerausbildung und Erwachsenenbildung veröffentlichte in dem Verlag ein «Hebbel-Lesebuch» unter dem Titel «Funken, die Sonnen entstammen» über den Dichter Friedrich Hebbel.
Schon 1966 erschien ein Aufsatz von Karutz über die «Metaphorik Goethescher Gedichte» in den «Klüter Blättern» des neofaschistischen «Deutschen Kulturwerk europäischen Geistes» (DKEG). Den hatte er als Referat im Germanistischen Seminar der Universität Köln gehalten. 1994 wurde ein Text von Karutz über eine «Familienchronik der Goethezeit» in der Zeitschrift «Deutschland in Geschichte und Gegenwart» (DGG) abgedruckt, die im extrem rechten «Grabert-Verlag» erscheint.
Im «Deutschen Almanach» (Verlagsgesellschaft Berg) des Jahres 1995, herausgegeben von Andreas Molau, im vergangenen Jahr noch Bundestagskandidat der neofaschistischen NPD, findet man ein Gedicht von Karutz mit dem Titel «8.Mai 1985» in dem das «Vaterland» beklagt wird, dessen «Standarten im Staub» liegen und wo auf dem Markt «die Fremden das Wort führen». Das Gedicht endet mit den Zeilen «Noch dauert das Dunkel. Deutschland! Dein Morgen wird kommen».
Bereits 2003 hatte Rezensent Müller ein Buch in dem zum Zisterzienserkonvent Langwaden gehörenden Verlag veröffentlicht. Der bewirbt sein Buchangebot u.a. in der «Jungen Freiheit» und in der «Deutschen Sprachwelt». hma

Quelle: Antifaschistische Nachrichten Nummer 21/2006




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