Kooperation angestrebt
Karlsruhe /Dormagen. Die charismatisch-pfingstlerisch geprägte «Partei Bibeltreuer Christen» (PBC) will enger mit der katholischen «Deutschen Zentrumspartei» zusammenarbeiten. Langfristig soll es eine «christlich politische Bewegung in der Größenordnung der Linkspartei, der FDP oder der Grünen» geben, so der PBC-Bundesvorsitzende Dr. Walter Weiblen. Diese werde «unseren Staat nachhaltig positiv verändern». Bei der letzten Bundestagswahl erhielt die PBC 0,23% und die – nur in wenigen Städten und Regionen vertretene – «Zentrumspartei» 0,01 % der Stimmen. Mit ins Boot holen will man auch «Lebensschützer»-Organisationen. Zu diesem Zweck hatte man Anfang November eine Reihe ihrer VertreterInnen zum PBC-Landesparteitag in Baden-Württemberg, einem der Schwerpunkte der PBC, eingeladen. So u.a. von der «Aktion Lebensrecht für Alle» (ALFA), vom Verein «Weißes Kreuz» und vom «Team.F». In Rheinland-Pfalz erhofft man sich Erfolge unter Aussiedlern aus Rußland. In Hamm/Sieg arbeitet die PBC mit der «Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland» zusammen und zeigte unlängst eine Ausstellung der Landsmannschaft in der örtlichen «Volksbank»-Filiale. Schulen und anderen Gruppen wurden Führungen angeboten.
In Hamburg führen die «Zentrumspartei», die «Offensive D» und «Die Grauen» eine gemeinsame Veranstaltungsreihe durch. Auf dieser sollen die Landesvorsitzenden der Parteien, Klaus Nispel («Die Grauen»), Peter-Alexander von der Marwitz («Offensive D») und Dirk Nockemann («Zentrumspartei») sprechen. Marwitz hatte noch im Dezember vergangenen Jahres der «Republikaner»-Zeitung «Zeit für Protest» ein Interview gegeben. Der ehemalige Innensenator Nockemann gehörte früher der «Schill-Partei» an. hma
Quelle: Antifaschistische Nachrichten Nummer 25 / 2006





