Manfred Müller Bernardus Verlag Langwaden – Deutscher „Schutzpatron“

Grevenbroich. Das Verlagsprogramm des „Bernardus-Verlag“ im katholischen „Zisterzienserkonvent Langwaden“ bei Grevenbroich im Kreis Neuss war bislang weitgehend unspektakulär.
Im vergangenen Jahr wurde ein Druckerzeugnis des Verlages erstmals in Publikationen der extremen Rechten vorgestellt. So wurde in der neofaschistischen Zeitschrift „Nation und Europa“ (Coburg) ein Buch des ehemaligen Funktionärs und Bundestagskandidaten der NPD, Manfred Müller aus Neuss, lobend hervorgehoben. Der „regelmäßige“ Mitarbeiter der „Nation und Europa“, ein pensionierter Studienrat, dessen Wurzeln im rheinischen Katholizismus liegen, greift ansonsten auch für die „Deutsche National-Zeitung“ des DVU-Chefs Frey und die „Junge Freiheit“ zur Feder. Im Jahre 2003 veröffentlichte der Grevenbroicher „Bernardus-Verlag“ Müllers Buch mit dem Titel „St. Michael – Der Deutschen Schutzpatron? Zur Verehrung des Erzengels in Geschichte und Gegenwart“. Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde für „900 Jahre literarisches Schaffen“ der Zistersienser in der rechten Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“ geworben“. Gesucht wurden Autoren, die dem „Bernardus-Verlag“ ihr Manuskript anvertrauen, damit dieser es „bekannt“ und „absatzfähig“ machen kann. Auch in der deutschtümelnden „Deutschen Sprachwelt“ fand sich 2004 Werbung für den Verlag. „Spachwelt“-Schriftleiter Thomas Paulwitz ist gelegentlicher Autor der „Jungen Freiheit“ und referierte 2003 bei der neofaschistischen „Gesellschaft für freie Publizistik“. Im vergangenen Jahr sprach er auch beim österreichischen „Freundeskreis für Kultur- und Zeitgeschichte“, der unlängst noch den NPD-Chef Udo Voigt zu Gast hatte. hma

Quelle: Antifaschistische Nachrichten 11. Juni 2005




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