Meerbusch: Hakenkreuz und Nazi-Gruß

Die SPD ist nach dem Beschmieren ihrer Büroscheiben aufgeschreckt: Ein Täter ist nicht zu finden. Der Staatsschutz beobachtet die nach Neuss orientierte Meerbuscher Szene, wirft ihr aber keine Straftaten vor. Vor dem Landgericht Düsseldorf musste sich jetzt ein 35-Jähriger verantworten, weil er in einer Nierster Kneipe alkoholisiert gewalttätig geworden ist, dabei „Heil Hitler“ gerufen und den Arm zum nationalsozialistischen Gruß gehoben hat. Der mehrfach vorbestrafte Mann kam allerdings aus Brandenburg und war zur Tatzeit „auf Montage“ in Meerbusch. Er wurde zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. (…) Unter der Bezeichnung „Meerbuscher Jugend“, die sich später in „Nationaler Widerstand Meerbusch“ umbenannt hat, seien namentlich bekannte Personen organisiert. Allerdings träten diese Gruppen eher nicht in Erscheinung. Die Mitglieder würden vielmehr in der NPD Ortsgruppe Neuss aktiv, die eng mit den Parteikollegen aus Mönchengladbach kooperieren und an Aufmärschen am gesamten Niederrhein teilnehmen. Auch die „Kameradschaft Rheinland“, mit der Meerbuscher in Zusammenhang gebracht werden, sei ein „Schattengewächs“ der Neusser NPD, berichten die Experten aus der Landeshauptstadt. Einer der Beisitzer im NPD-Vorstand sei angeblich der Begründer der „Meerbuscher Jugend“ aus Lank-Latum.

Quelle: RP Online




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