NPD Neuss hat viel vor
Die Wahl eines neues Vorstandes gab im Dezember der dem NPD-Kreisverband Mönchengladbach angegliederte NPD-Ortsverband Neuss bekannt. „Der komplette Ortsvorstand“ sei „neu gewählt“ worden, heißt es auf der Page der Neusser NPD. „Zum Ortsvorstandsvorsitzenden wurde Sven Barth, zu dessen Stellvertreter seine Ehefrau Kerstin Barth gewählt. Außerdem wurden 3 Beisitzer gewählt. Einer von den Beisitzern ist der Initiator der Meerbuscher Jugend.“ Interessant wäre es, einmal festzustellen, ob es sich bei dem neuen Vorsitzenden um denjenigen Sven Barth handelt, der noch im Jahr 2000 in der JVA Gelsenkirchen einsaß und von der neonazistischen „Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene“ (HNG) betreut wurde. Zu den geplanten Aktivitäten schreibt die NPD Neuss: „Kontinuierliches Austeilen von Zeitungen und Flugblättern […]. Abhalten von Mahnwachen und Infoständen, auch außerhalb der Wahlen. […] Regelmäßig durchgeführte Schulungen, in denen Fachwissen vermittelt werden soll. Ständige Mitgliederwerbung und -Betreuung. Erreichen der Kreisverbandsstärke, damit Neuss ein eigenständiger NPD-Verband wird. Stetiges Aktualisieren der NPD-Neuss-Weltnetzseite, mindestens alle 14 Tage. Verstärkt Freizeitangebote im Kreis Neuss/Grevenbroich anbieten – für KameradInnen und solche die es werden wollen, wie z.B. Fußballturniere, Grillabende, Liedermacherabende, usw. Hilfe für KameradInnen bei Behördengängen, Ämtern, usw. Verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Kreis/Ortsverbänden, die in der Nähe ansässig sind, um gemeinsame Ideen zu verwirklichen. Einrichtung eines Nationalen Hilfe – Telefons, um KameradInnen zu helfen, die sich in augenblicklichen Notsituationen befinden. Organisations eines Rechtsanwaltes im Neusser Raum, der sich für die rechtlichen Belange der KameradInnen einsetzt. Und vor allen Dingen – um kommunale politische Interessen kümmern. Also bei aktuellen Entscheidungen der heir ansässigen etablierten Parteien ‚ein Wörtchen‘ mitreden. Sei es durch Briefe oder durch persönliches Erscheinen bei Diskussionsrunden usw.“
Bei der „Meerbuscher Jugend“ scheint es sich um eine Neugründung eines jugendlichen Neonazi-Aktivisten aus Meerbusch-Lank zu handeln, der der „Kameradschaft Rheinland“ angehören dürfte. „Da es in unserem schönen Vaterland schon so weit ist das Bürger auf den Straßen zusammen geschlagen werden und Jugendliche keine Zukunft mehr in ihrem Leben sehen weil, sie ohne Drogen nicht mehr auf ihr Leben klar kommen und sich nur noch am prügeln sind. Haben wir es uns in den Kopf gesetzt gegen alles Schlechte vorzugehen […]“, heißt es im feinsten Pisa-Deutsch auf der „Heimatseite“ der vermutlich nur aus einer Einzelperson bestehenden Gruppierung.
Quelle: Terz 02/07 – Rechter Rand





