„Pro NRW“ in Nievenheim
Am 25. März 2007 trat die Nievenheimer Gaststätte „Zum Anker“ (Hindenburgstraße 5) als Ort einer Propaganda-Veranstaltung der extrem rechten „Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen e. V.“ („pro NRW“) negativ in Erscheinung. Trotz der hierdurch ausgelösten Proteste von Menschen aus verschiedensten gesellschaftlichen Zusammenhängen sind dort Angehörige der neofaschistischen Szene weiterhin willkommen. So ist im „Anker“ für Dienstag, den 5. Juni 2007, ab 19.30 Uhr unter dem Titel „Die Euro-Rechte – ohne Deutschland?“ ein Vortrag des österreichischen Rechtsextremisten Andreas Mölzer angekündigt. Letzterer betreibt seit Jahrzehnten minderheitenfeindliche Politik. Obwohl (oder gerade weil) er sich als Sympathisant des Nationalsozialismus zu erkennen gab und immer wieder rassistische sowie antisemitische Töne anschlug, stieg Mölzer an der Seite Jörg Haiders zum völkischen Chefideologen der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) auf. Derzeit sorgt er als Mitglied der Anfang 2007 gegründeten Fraktion „Identität, Tradition und Souveränität“, der NationalistInnen, NeofaschistInnen und Holocaust-LeugnerInnen aus sieben Ländern angehören, im Europaparlament für die Verbreitung menschenverachtenden Gedankengutes.
Auch „pro NRW“, und hier schließt sich der Kreis zwischen der am 25. März im „Anker“ abgehaltenen und der für den 5. Juni dort angekündigten Veranstaltung, hat bereits die Fühler in Richtung dieses extrem rechten Bündnisses ausgestreckt. So nahm die stellvertretende Vorsitzende Judith Wolter kürzlich in Wien an einem Treffen von VertreterInnen ihm angehörender Par- teien teil, in der „pro NRW“ insbesondere von österreichischer und belgischer Seite aus im Hinblick auf die Kommunalwahl 2009 und die Landtagswahl 2010 Unterstützung in Aussicht gestellt worden sei.
Mit großer Sorge registrieren wir, dass sich im Rhein-Kreis Neuss eine feste Begegnungs- und Veranstaltungsstätte international vernetzter extrem rechter zu etablieren droht. Wir ersuchen das Team des Gasthauses „Zum Anker“, diese gefährliche Entwicklung aufzuhalten. Auch an alle anderen hiesigen GaststättenbetreiberInnen appellieren wir, extrem rechten Personen und Organisationen keine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Quelle: Antifas





