Proteste in Dormagen-Nievenheim

Dormagen-Nievenheim. Etwa 130 Antifaschistinnen und Antifaschisten
protestierten am Sonntag gegen eine erste «Großveranstaltung» der «Bürgerbewegung pro NRW» in Dormagen-Nievenheim.

«Pro NRW» war erst vor kurzem von Akteuren aus dem Spektrum der extrem rechten Bürgerbewegungen «pro Köln» bzw. «pro Deutschland» gegründet wurde. Die Polizei schützte den Veranstaltungsort, die Gaststätte «Zum Anker» in Nievenheim, mit einem großen Aufgebot. Auch Pfefferspray setzte sie gegen die AntifaschistInnen ein. Ein Antifaschist wurde festgenommen.

In der Gaststätte selbst lauschten – gut beschützt – etwa 70 Personen den Reden von «Pro NRW»-Chef Markus Beisicht (Burscheid) und Harald Neubauer. Der ist Mitherausgeber der 1951 von Alt-Nazis gegründeten Zeitschrift «Nation & Europa» (Coburg), die auch von der «Pro Köln»-Jugendzeitung «OBJEKTIV» beworben wird. Neubauer war in den 80iger
Jahren die rechte Hand des «Republikaner»-Bundesvorsitzenden und früheren Waffen-SS-Mannes Franz Schönhuber. Anfang der 90iger Jahre wechselte Neubauer – wie auch Beisicht – zur neu gegründeten «Deutschen Liga für Volk und Heimat». 2005 kandidierte er als Parteiloser auf der Liste der NPD.

In der Nievenheimer Gaststätte hatten im vergangenen Jahr bereits Veranstaltungen des extrem rechten «DienstagsGesprächs» um Hans-Ulrich Pieper aus Berlin stattgefunden.
abk

Quelle: Antifaschistische Nachrichten Nummer 07 / 2007




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