Prozess gegen Germar Rudolf

Grevenbroich /Mannheim. In der November-Ausgabe der in Grevenbroich verlegten Zeitschrift «eigentümlich frei. Individualistisch Kapitalistisch Libertär» kommt der derzeit in Mannheim wegen Holocaust-Leugnung vor Gericht stehenden Chemiker Germar Rudolf mit einem langen Leserbrief zu Wort. Rudolf, der einst Mitglied der «Schlesischen Jugend», einer katholischen Studentenverbindung und der «Republikaner» wurde, widerspricht darin Berichten aus «der rechten Presse», er sei ein «KZ-Experte». «Die ganze Misere obrigkeitsstaatlicher Gängelung Andersdenkender in Deutschland» ließe sich an dem Wort «pseudowissenschaftlich» wunderbar aufzeigen, so der bekennende Revisionist, der Herausgeber der «Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung» war. Die «allermeisten Gegner der Revisionisten» seien «im günstigsten Fall Pseudowissenschaftler», so Rudolf, der in dem Mannheimer Prozess von der Rechtsanwältin Silvia Stolz (Ebersberg) vertreten wird. Zum Prozessauftakt waren etwa 70 Zuschauer erschienen, darunter auch der ehemalige NPD-Chef Günter Deckert und Horst Mahler. Mahler selbst musste am Tag darauf eine neunmonatige Haftstrafe wegen Volksverhetzung antreten. Die nächsten Prozesstermine im Verfahren gegen Rudolf werden – voraussichtlich – am 21. Dezember 2006, sowie am 10., 22. und 29. Januar 2007, jeweils ab 9.00 Uhr, im Landgericht Mannheim, A 1, sein. hma

Quelle: Nummer 25 / 2006 / Antifaschistische Nachrichten




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