Archiv der Kategorie 'Termine'

1. Mai 2017: Gedenkfeier für die Neusser Widerstandskämpfer*innen (1933-1945)

Auch in die­sem Jahr möch­ten wir gerne auf die­sen Ter­min zu frü­her Stun­de hin­wei­sen:

Der In­itia­tiv­kreis lädt Euch zur Ge­denk­fei­er für die Neus­ser Wi­der­stands­kämp­fe­rin­nen und Wi­der­stands­kämp­fer ein. Die Ge­denk­fei­er fin­det am 1. Mai 2016 um 09:00 Uhr auf dem Neus­ser Haupt­fried­hof an den Grä­bern von Her­mann Düll­gen und Au­gust Höh­feld statt.

Gegen den Bundesparteitag der AfD am 22.04. in Köln

Treffen für die gemeinsame Anfahrt zu den Blockaden in Köln am 22.4. ist um 6.20 Uhr am Hbf in Düsseldorf.

Kein Auftritt der AfD an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule Dormagen

Die Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner Gesamtschule in Dormagen freuen sich über Unterstützung:

Kein Auftritt der AfD an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule Dormagen
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Die Bertha-von-Suttner Gesamtschule in Dormagen trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Nun möchte die Gesamtschule eine Podiumsdiskussion für Ihre Schüler abhalten, das Thema ist die Landtagswahl in NRW. Eingeladen sind Vertreter der großen Parteien CDU, CSU, Die Grünen, Die Linke, SPD und die AfD. Wir möchten mit dieser Petition dafür sorgen, dass eine offen rassistische, sexistische und antisemitische Partei wie die AfD kein Gehör an einer Schule findet die sich gegen Rassismus stellt. Wenn wir also genug stimmen zusammen bekommen, dann werden wir diese der Schulleitung vorlegen, mit der Aufforderung die AfD auszuladen. Bitte unterstützt uns. Danke.

Begründung:
Eine offen rassistische Partei hat an einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nichts zu suchen. Der Populismus der AfD könnte junge Menschen zudem negativ beeinflussen. Deshalb nein zur AfD an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule in Dormagen!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Dormagen, 07.03.2017 (aktiv bis 13.03.2017)

Zur Petition kommt Ihr hier.

12.11.2016: Genug ist genug. Naziaufmarsch in Remagen ein Ende setzen

Am 12. November 2016 wollen sich zum achten Mal in Folge Neonazis aus ganz Deutschland in Remagen versammeln, um ihrem NS-Revisionismus freien Lauf zu lassen. Die Aufmarschierenden aus dem rechtsradikalen Spektrum nutzen hierzu die geschichtsträchtige Stadt Remagen als Bühne für eine geschichtsrevisionistische Täter-Opfer-Umkehr und die Verherrlichung der Nationalsozialistischen Gräueltaten.

Das antifaschistische Bündnis „NS-Verherrlichung Stoppen!“ ruft daher unter dem Motto „Rechtsterrorismus bekämpfen – Genug ist genug!“ ab 10 Uhr zu einer überregionalen Demonstration am 12. November in Remagen auf.

Aktuelle Infos und den Aufruf findet ihr auf der Bündnis-Homepage

Demonstration gegen rechte Gewalt in Dortmund

Eine Serie Rechter Übergriffe in Dortmund gipfelte am letzten Sonntag (14.08.2016) in einem Messerangriff auf einen Antifaschisten. Mit einem gemeinsamen Aufruf mobilisieren antifaschistische und linke Gruppen aus Dortmund und NRW zu einer Demonstration nach Dorstfeld am Samstag den 20. August. Treffpunkt ist um 12:00 Uhr an den Katharinentreppen, gegenüber vom Dortmunder Hauptbahnhof.

Zeitzeuginnengespräch mit Marika Venezia

„MAN KOMMT NIE MEHR WIRKLICH AUS DEM KREMATORIUM HERAUS“

Zeitzeuginnengespräch mit Marika Venezia

INPUT – antifaschistischer Themenabend am 29. Juni 2016 um 20 Uhr im ZAKK, Fichtenstr. 40, Düsseldorf

56 Jahre war Marika Venezia aus Rom mit Shlomo Venezia verheiratet und teilte sein Schicksal und Trauma mit ihm. Ihr Ehemann, ein Jude italienischer Abstammung, der im griechischen Saloniki aufwuchs und am 1. Oktober 2012 im Alter von 88 Jahren in Rom verstarb, war einer der wenigen überlebenden Häftlinge aus dem jüdischen „Sonderkommando“ von Auschwitz-Birkenau. Er überlebte auch die Todesmärsche kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges und wurde letztendlich am 6. April 1945 im KZ Ebensee, einem Außenlager des KZ Mauthausen, befreit. Doch die Zeit in Birkenau blieb für ihn – und damit auch für Marika Venezia – präsent:
„Was ich auch tue, was ich auch sehe, mein Geist kehrt immer wieder an diesen Ort zurück. Man kommt nie mehr wirklich aus dem Krematorium heraus.“

Das „Sonderkommando“

Die Häftlinge des „Sonderkommandos“ wurden von der SS dazu gezwungen, die Menschen in die Gaskammern zu führen, die Leichen auszuplündern und
diese anschließend zu verbrennen. Die SS setzte jüdische Häftlinge für diese Aufgabe ein, nicht nur, um ihre eigenen Leute nicht einer psychischen Belastung auszusetzen. „Juden mussten es sein, die die Juden in die Verbrennungsöfen transportierten, man musste beweisen, dass die Juden, die minderwertige Rasse, die Untermenschen, sich jede Demütigung gefallen ließen und sich sogar gegenseitig umbrachten“, so der Auschwitz-Überlebende Primo Levi. Angehörige des „Sonderkommandos“ wurden vom übrigen Lagerkomplex isoliert in den Krematoriumsgebäuden untergebracht. Diese Maßnahme sowie die Ermordung und der Austausch von Häftlingen des „Sonderkommandos“ dienten dazu, den Massenmord möglichst lange zu vertuschen. Nur wenige Angehörige des „Sonderkommandos“ überlebten, neben ihren Berichten wurden in der Nachkriegszeit auf dem Lagergelände auch versteckte Aufzeichnungen gefunden, die das grausame Mordgeschehen dokumentierten und von später ermordeten Häftlingen des „Sonderkommandos“ als Akt des Widerstands hinterlassen worden waren. Am 7. Oktober 1944 kam es zu einem Aufstand des „Sonderkommandos“, bei dem drei SS-Männer und ein Kapo getötet, zwölf SS-Männer verletzt und Teile des Krematoriums IV und der dazugehörigen Gaskammer zerstört wurden. Weibliche Häftlinge hatten den benötigten Sprengstoff aus einer Munitionsfabrik, in der sie Zwangsarbeit verrichteten, ins Lager geschmuggelt. Doch die Fluchtversuche der Häftlinge im Rahmen des Aufstands scheiterten, 450 Angehörige des „Sonderkommandos“ wurden getötet, Unterstützer_innen hingerichtet. Kaum eine/r von ihnen hatte tatsächlich an ein Überleben zu hoffen gewagt, der Aufstand war ein Akt des Widerstands und der Selbstbehauptung sowie ein Versuch, möglichst vielen anderen Häftlingen das Leben zu retten. Und er hatte auch den „nicht-jüdischen Schicksalsgenossen gezeigt, was Juden zu tun vermochten“, so Israel Gutman. Durch ihre Aktion hatten die Männer des Sonderkommandos und ihre Unterstützer*innen die sich für unbesiegbar haltende Mordmaschinerie des NS ins Wanken gebracht, anderen Häftlingen Mut gemacht und wahrscheinlich vielen zum Überleben verholfen.




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